Kennzahlen von Werkstoffen festlegen mittels Zugprüfmaschinen

Qualitätskontrolle ist ein sehr wichtiger und elementarer Bestandteil der Produktionskette. Nur durch eine gute, engmaschige und aussagekräftige Qualitätskontrolle kann man sich vor Fehlern schützen? Dem Kunden ein zuverlässiges und gutes Produkt liefern und im Falle einer Fehlproduktion den Fehler schnell finden, eingrenzen und beseitigen. Im Bereich der Metallindustrie oder metallverarbeitenden Firmen, ist die Qualität des Werkstoffes sehr wichtig. Nur so kann die Lebensdauer und die Belastbarkeit des Produktes garantiert werden. Um eine vernünftige Qualitätsprüfung durchführen zu können, muss man auch die entsprechende Ausstattung haben. Eine sehr wichtiges Gerät ist diesbezüglich die sogenannte Zugprüfmaschine.

Wie ist die Funktionsweise von Zugprüfmaschinen?

Zugprüfmaschinen ist die Maschine, zur Bestimmung von Kenndaten des Werkstoffes. Die Zugprüfmaschinen ist ein Metallrahmen, in dem eine Steuerungseinheit, eine Werkstückhalterung und eine Spindel angebracht sind. Die Steuerungseinheit der Zugprüfmaschine ist dazu da bestimmte Programme und in Prüfungsablauf einzustellen. Weiterhin können durch die Steuerungseinheit gemessenen Daten auf einen Computer übertragen werden. Die Spindel ist mit einer sehr feinen Steigung hergestellt. Dadurch können sehr kleine Wege gefahren werden. Die Spindel kann die Werkzeughalterauseinander und zusammenfahren. Weiterhin kann die Spindel in einer einstellbaren Geschwindigkeit gefahren werden. Die Werkstückhalterungen sind dazu da das Probenstück an seinen Enden durch Klemmbacken einzuspannen. Das Probenstück wird in die Klemmbacken eingespannt und die Spindel kann nun die Klemmbacken auseinanderfahren und somit das Probenstück unter Spannung setzen. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten des Testverfahrens. Zum einen kann man das Probenstück soweit auseinanderziehen, bis es schlussendlich bricht. Hierdurch erhält man ein Spannungs-Dehnungs-Diagramm, was den maximalen Spannungswert angibt. Eine weitere Möglichkeit der Prüfung ist das Probenstück immer wieder etappenweise zu dehnen und wieder zu entspannen und dann wieder, um einen etwas höheren Wert zu dehnen. Hierdurch erhält man das sogenannte Spannungs-Dehnungs-Diagramm im Verhältnis verschiedener Wiederholungen.

Was sind die Vorteile von Zugprüfmaschinen?

Ein Vorteil von Zugprüfmaschinen ist, dass man anhand eines Probenstücks Rückschlüsse auf die Belastbarkeit von Werkstücken schließen kann, ohne die Werkstücke zu zerstören. Weiterhin ist es von Vorteil, dass die Prüfung einfach und automatisiert abläuft. Durch die Nutzung eines Computers und einer entsprechenden Software, können die Daten direkt ausgewertet werden.

Was sind die Nachteile von Zugprüfmaschinen?

Ein Nachteil von einer Zugprüfmaschine ist der relativ hohe Anschaffungspreis. Weiterhin ist es notwendig, dass die Zugprüfmaschinen regelmäßig geeicht werden, um zuverlässige und belastbare Werte zu liefern. Weiterhin muss das Bedienpersonal an der Zugprüfmaschine und an der Software ausgebildet werden.

Woraus ist beim Kauf von Zugprüfmaschinen zu achten?

Beim Kauf einer Zugprüfmaschine ist darauf zu achten, dass sie den gängigen DIN-Normen entspricht. Ansonsten sind die gemessenen Werte nicht rechtskräftig oder belastbar. Weiterhin ist darauf zu achten, dass die Zugprüfmaschine, für die zu messenden Werkstücke und der zu erwartenden Belastung, ausreichend ausgelegt ist.